Richtwerte, Stand
Ca. 12.000 bis 16.000 € – in diesem Rahmen sollte nach unserer Schätzung das Angebot für eine PV-Anlage mit 10 kWp auf einem Einfamilienhaus liegen, ohne Batteriespeicher. Je Kilowattpeak sind das etwa 1.200 bis 1.600 Euro. Enthalten sein sollten Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Gerüst, Montage, Inbetriebnahme und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Mehrwertsteuer fällt nicht an: Für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden gilt der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG, Stand: Oktober 2026).
Woher der Rahmen kommt: Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Angebote für Photovoltaikanlagen aus der Zeit von Januar 2025 bis August 2026 ausgewertet. Für Anlagen mit mehr als 9 bis 10 kWp lag der Mittelwert bei 1.410 Euro je kWp, für mehr als 10 bis 12 kWp bei 1.290 Euro. Finanztip rechnet im Beispiel mit 1.400 Euro je kWp, also 14.000 Euro für 10 kWp, und nennt 1.600 Euro je kWp als Obergrenze für eine Anlage ohne Speicher. Die Verbraucherzentrale betont, dass ihre Mittelwerte keine Orientierungshilfe für aktuelle Preise sind; sie zeigen aber, wo geprüfte Angebote lagen.
Beim Lesen des Angebots sollten Sie auf Folgendes achten: Stehen die Leistung in kWp, Zahl und Typ der Module und der Wechselrichter mit Hersteller darin, jeweils mit Einzelpreis? Sind Gerüst oder Absturzsicherung, Anfahrt, Dokumentation und Inbetriebnahme aufgeführt? Wer meldet die Anlage beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister an? Ein nötiger Umbau des Zählerschranks kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten (Finanztip). Er gehört als eigener Posten ins Angebot, nicht in eine spätere Nachtragsrechnung.
Was die Anlage leistet: Ein Süddach erzeugt in Deutschland rechnerisch etwa 900 bis 1.100 kWh je kWp und Jahr, eine 10-kWp-Anlage also 9.000 bis 11.000 kWh. Eine vierköpfige Familie im Einfamilienhaus verbraucht im Schnitt rund 3.800 kWh (ohne elektrische Warmwasserbereitung, Stromspiegel). Ohne Speicher verbrauchen Haushalte meist 20 bis 40 Prozent ihres Solarstroms selbst; mit einem Batteriespeicher kann Solarstrom bis zu rund 70 Prozent des eigenen Bedarfs decken. Für den Überschuss gibt es bei Inbetriebnahme bis Ende 2026 7,70 Cent je kWh (Stand: Oktober 2026).
Zwei Regeln betreffen jede neue Anlage dieser Größe. Ab mehr als 7 kWp baut der Messstellenbetreiber ein intelligentes Messsystem ein; bei Anlagen bis 15 kWp dürfen dafür höchstens 50 Euro brutto im Jahr berechnet werden, für die Steuerungseinrichtung höchstens weitere 50 Euro. Bis das System eingebaut und getestet ist, dürfen höchstens 60 Prozent der Leistung ins Netz. Beides gehört nicht zum Angebot des Solarbetriebs, sollte im Beratungsgespräch aber zur Sprache kommen.

Ausgangswert inklusive Montage, Gerüst und Anmeldung, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Die Ortsseiten passen ihn an Bundesland und Bebauung an.
| Anlagengröße | bundesweit |
|---|---|
| PV-Anlage 10 kWp | 12.000–16.000 € |
| PV-Anlage 5 kWp | 7.500–10.500 € |
| PV-Anlage 10 kWp mit Speicher | 16.000–22.000 € |
| PV-Anlage 15 kWp | 16.000–21.000 € |

Das Band dieser Größe ist hervorgehoben. Die anderen zeigen, wie stark der Preis je kWp von der Anlagengröße abhängt.
Batteriespeicher in Euro je kWh Speicherkapazität, inklusive Einbau
Ihr Angebot einordnen
Zahlen aus dem Angebot eintragen – die Auswertung erscheint sofort.
Tragen Sie Gesamtpreis und Leistung ein.
Prüfliste: Steht das in Ihrem Angebot?
Fehlt ein Punkt, ist das kein Grund zur Absage: Fragen Sie nach und lassen Sie ihn schriftlich ergänzen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale prüft und vergleicht auf Wunsch unabhängig bis zu drei Angebote.
Vergleichsangebote anfordernFinanztip nennt 1.600 € je kWp als Obergrenze für eine Anlage ohne Speicher – das ist zugleich die Oberkante unseres Bands für 10 kWp.
Preisbänder: berechnete Richtwerte (Stand: Oktober 2026), vor allem nach der Auswertung von 71 PV- und 70 Speicherangeboten durch die Verbraucherzentrale NRW (Januar 2025 bis August 2026) sowie Angaben von Finanztip. Deren Mittelwerte beschreiben geprüfte Angebote, keine aktuellen Marktpreise. Zwischen 5, 8, 10 und 15 kWp rechnen wir linear.
Dachform, Ausrichtung, Verbrauch, Speicherwunsch: Alle Betriebe bekommen dieselben Angaben. Das macht ihre Angebote später vergleichbar.
Ein Bestätigungslink kommt per E-Mail. Erst nach Ihrem Klick erhalten höchstens drei Solarfachbetriebe aus der Region die Anfrage.
Nach der Besichtigung folgen schriftliche Angebote. Preis je kWp ausrechnen, Prüfliste abhaken, nachfragen, wo Posten fehlen – dann entscheiden.
Nach unserer Schätzung ca. 12.000 bis 16.000 € ohne Speicher, inklusive Module, Wechselrichter, Gerüst, Montage, Inbetriebnahme und Anmeldung, bei 0 % Mehrwertsteuer (Stand: Oktober 2026). Das entspricht 1.200 bis 1.600 Euro je kWp. Verbindlich ist erst ein Angebot nach der Besichtigung des Dachs.
Finanztip nennt 1.600 Euro je kWp als Obergrenze für eine Anlage ohne Speicher. Liegt ein Angebot darüber, fragen Sie, welche Posten den Preis treiben – etwa ein Umbau des Zählerschranks, Arbeiten an der Dacheindeckung oder eine Notstromfunktion. Ein höherer Preis kann berechtigt sein, sollte vom Betrieb aber begründet werden.
Rechnerisch etwa 9.000 bis 11.000 kWh im Jahr auf einem Süddach – im Norden eher am unteren, im Süden eher am oberen Ende. Ost- oder Westdächer liefern rund 20 Prozent weniger. Den berechneten Wert für Ihren Ort zeigt jede Ortsseite.
Nicht unbedingt. Größere Anlagen kosten je kWp weniger, und der Überschuss wird vergütet. Ob sich die Größe für Sie rechnet, hängt vor allem vom Eigenverbrauch ab; die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Wirtschaftlichkeit für den eigenen Haushalt durchzurechnen. Lassen Sie sich zum Vergleich eine kleinere Variante anbieten.
Ab mehr als 7 kWp ist ein intelligentes Messsystem vorgeschrieben; eingebaut wird es vom Messstellenbetreiber, nicht vom Solarbetrieb. Für Anlagen bis 15 kWp dürfen dafür höchstens 50 Euro brutto im Jahr berechnet werden, für die Steuerungseinrichtung höchstens weitere 50 Euro (Stand: Oktober 2026). Bis es arbeitet, gilt die 60-Prozent-Grenze bei der Einspeisung.
Für den eingespeisten Überschuss einer Anlage bis 10 kWp, die zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, zahlt der Netzbetreiber 7,70 Cent je Kilowattstunde; für den Leistungsteil über 10 kWp sind es 6,66 Cent (Bundesnetzagentur, Stand: Oktober 2026). Dieser Satz bleibt ab der Inbetriebnahme 20 Jahre lang gleich, bis zum 31. Dezember des zwanzigsten Jahres. Für Anlagen, die ab 2027 ans Netz gehen, will die Bundesregierung die feste Vergütung neuer kleiner Anlagen durch eine befristete Übergangszahlung und die Direktvermarktung ersetzen – laut Gesetzentwurf der Bundesregierung (Stand: Oktober 2026), noch nicht beschlossen. Ein Angebot, das mit diesem Termin drängt, prüfen Sie besser in Ruhe: Für die Wirtschaftlichkeit zählt vor allem, wie viel Solarstrom Sie selbst verbrauchen.
Einnahmen aus Photovoltaikanlagen auf, an oder in Gebäuden sind bis 30 kWp je Wohneinheit von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG). Wie das in Ihrem Fall aussieht, klären Sie mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.
Ohne Kosten anfragen, Angebote von höchstens drei Solarfachbetrieben erhalten, mit dem Angebots-Check prüfen.
Jetzt Angebote vergleichenRichtwert 1.200–1.600 € je kWp · Montage inklusive · 0 % Mehrwertsteuer
Rund 10 kWp ohne Batterie: Richtwert 1.200 bis 1.600 Euro je kWp, Montage und Anmeldung inklusive.